Extrusion Prevention
cirosec GmbH
Christian Götz
Vortragsinhalt
In den letzten zehn Jahren hatte IT-Sicherheit in der Regel primär mit dem
Schutz von (Betriebs-) Systemen zu tun. Man assoziierte damit Begriffe wie
z.B. Firewalls, Betriebssystemhärtung, Anti-Virus-Lösungen oder Content
Security. Das Ziel bestand darin, die Ausnutzung von Schwachstellen im
Betriebssystem und in Anwendungen zu verhindern.
Zum Schutz von Daten und Informationen wurden zwar Zugriffsrechte definiert
und Verschlüsselungslösungen eingesetzt, allerdings verhindern diese
Maßnahmen auch heute nicht, dass berechtigte Benutzer gewollt oder ungewollt, wissentlich oder nicht
Daten veruntreuen oder fälschlicherweise in die Hände Dritter geraten lassen.
Daten bekommen erst dann einen Wert, wenn mit ihnen gearbeitet werden kann.
Damit man mit Daten arbeiten kann, müssen Benutzer auf diese Daten zugreifen
können. Schutzmaßnahmen wie Access Control und Verschlüsselung schützen die
Daten vor dem unbefugten Zugriff nichtautorisierter Dritter. Aber wie können
Daten vor illegalen Aktionen berechtigter Benutzer geschützt werden?
Das Schlagwort "Extrusion Prevention" beschreibt einen weiten Themenkreis,
der sich mit dem Schutz von Daten und Informationen und vor allem mit der
Verhinderung von unkontrolliertem Datenabfluss beschäftigt. Einige Methoden
hierzu, wie z.B. Konzepte zur Klassifikation von Daten sind seit langem
bekannt, andere Lösungsansätze, wie z.B. das Digital Rights Management
befinden sich in ihrer technischen Ausprägungen noch in der Entwicklung bzw.
verbreiten sich langsam. Andere Methoden versuchen über die Kontrolle der
Datenbewegungen, d.h. es soll z.B. kontrolliert werden, wie ein Benutzer
Daten nutzt, wie er sie bearbeitet und wo er sie speichert, den Abfluss
sensitiver Daten zu verhindern oder zumindest zu protokollieren.
Der Vortrag beleuchtet neben Bedrohungsszenarien diverse Lösungsansätze,
deren Vorteile, Nachteile und daraus resultierende Konsequenzen und soll dem
interessierten Zuhörer ein Bild vermitteln, wie Daten heute adäquat
geschützt werden können und müssen.
Zur Person
Nach dem Abitur studierte Christian Götz Medizinische Informatik an der Universität Heidelberg und der Fachhochschule Heilbronn. Seit 1998 ist er als IT-Sicherheitsberater für große, internationale Unternehmen tätig, wobei er auf die Bereiche Verwundbarkeits-Management, Intrusion / Extrusion Prevention und Sicherheitsüberprüfungen spezialisiert ist. Als Autor hat er diverse Artikel in Zeitschriften veröffentlicht.